Dentson: Das Dresdner StartUp, das Zähneputzen neu denkt

Von Amalia am 21. Juli 2026

Gespräch mit Louis Hellmund, Co-Founder, Marketing and Financing bei Dentson

Die elektrische Zahnbürste als Standard der Zahnbürste abzulösen, das ist das Ziel vom Dresdner StartUp Dentson. 

Mitgründer Louis Hellmund ist Wirtschaftsingenieur und beschäftigt sich schon seit seiner Studienzeit mit dem Thema Unternehmertum. Zu Dentson ist er über den Lehrstuhl gekommen, schrieb dort seine Diplomarbeit und wurde schließlich Teil des Gründerteams.

Die Idee von Dentson selbst stammt von seinen beiden Mitgründern, einem Zahnchirurgen und einem Maschinenbauer. Gemeinsam entwickelten sie die Technologie, welche die Zähne mithilfe von Schallwellen reinigen soll. Statt mit einer Zahnbürste zu putzen, kann man sich nun eine Schiene für wenige Minuten in den Mund setzen und das Zähneputzen wird erledigt. Der Marktstart dieser Innovation ist im deutschsprachigen Raum für Februar 2027 geplant und bereits jetzt können sich Interessierte in die Warteliste für den Produktlaunch einschreiben.

Doch aus einer vielversprechenden Technologie ein marktfähiges Produkt zu machen, ist alles andere als einfach. „Letztlich ist ja alles ein riesiger Koordinationsprozess“, beschreibt Louis den Alltag des Hardware-Startups. Entwicklung, Zulieferer, Produktion, Investoren und regulatorische Anforderungen müssen gemanagt werden und das laufe häufig nicht in dem gewünschten Tempo ab.

Aktuell ist die Finanzierung besonders herausfordernd, denn Hardware-StartUps benötigen meist mehr Kapital als viele Software-StartUps. Denn vor allem die Prototypen, Produktion und Zulassung kosten Zeit sowie viel Geld. Unterstützt wird Dentson dabei unter anderem durch das staatliche EXIST-Förderprogramm, wodurch dem Team unter bestimmten Anforderungen die Weiterentwicklung der Technologie ermöglicht wird. Eine weitere Herausforderung stellt wohl nicht nur für Dentson die Bürokratie dar: „Wir haben stark unterschätzt, wie lange viele Prozesse dauern können.“ meint Louis.  

Gleichzeitig erlebt Louis auch die positiven Seiten des Unternehmertums. Besonders schätzt er hierbei die Freiheiten und Gestaltungsmöglichkeiten, die mit dem Gründen für ihn einhergehen. Außerdem stehen StartUps vor ständig neuen Herausforderungen bzw. Aufgaben, wodurch die alltägliche Arbeit abwechslungsreich bleibt.

Seine wichtigsten Learnings aus der bisherigen Gründungszeit haben dabei wenig mit Technologie zu tun. Neben einem kommunikationsfähigen Team sei auch ein guter Ausgleich zum Arbeitsalltag essentiell, um langfristig leistungsfähig zu bleiben. Louis weiß genau das bei Dentson sehr zu schätzen. Denn das vierköpfige Gründerteam verfolgt durch stets gute Kommunikation dieselbe Vision: Technologien zu entwickeln, die das Leben anderer Menschen verbessern.

Auf die Frage, was er am liebsten in drei Jahren in der Zeitung über Dentson lesen würde, ist seine Antwort eindeutig: „Das StartUp hat einen neuen Standard für die Zahnpflege geschaffen!“

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