Vom Garagen-Prototyp zur grünen Stadtlösung

Von Amalia am 21. Juli 2026

Das Team ist ganz wichtig. Man sollte Zusammenarbeit mögen, die Teamchemie entscheidet oft über den Erfolg.“ Mit dieser Erkenntnis blickt Liang, Mitgründer von Green City Solutions, auf mehr als 13 Jahre Unternehmensgeschichte zurück.

Was in Dresden mit ersten Prototypen in der Garage begonnen hat, ist heute ein Unternehmen, welches Lösungen gegen Luftverschmutzung und Hitzeinseln für Städte entwickelt. Nicht zuletzt wurde die Idee auch durch persönliche Erfahrungen mit schlechter Luftqualität in asiatischen Räumen vorangetrieben woraus die Vision entstand, Natur zurück in die Stadt zu bringen. Genau dort, wo der Platz besonders wertvoll ist.

Green City Solutions setzt dabei auf eine unscheinbare Pflanze, die viele Menschen im Alltag kaum beachten: Moos. Denn Moos kann im Gegensatz zu viel Platz einnehmenden Pflanzen wie Bäumen auf kleinster Fläche große Mengen an Feinstaub binden und Schadstoffe aus der Luft filtern. Diese natürliche Fähigkeit stellt ein enormes Potenzial dar und wird von Green City Solutions vor allem dort angewendet, wo Städte besonders dicht bebaut sind und es keinen Platz für die klassische Begrünung gibt.

Dabei liegen die Wurzeln des Unternehmens fest in Dresden und Liang blickt gern zurück:

Mit Dresden verbindet er nicht nur die Zeit in der Gründungsschmiede der HTW Dresden, sondern auch die ersten Meilensteine. Dazu zählten die ersten Förderungen, Bankkredite und die Präsentation der Prototypen im öffentlichen Raum. Nicht zuletzt hat auch das damalige Startup-Ökosystem in Dresden die Anfangsjahre maßgeblich geprägt.  

Heute hat sich zudem die Kundengruppe weiterentwickelt und vergrößert. Neben Städten, Kommunen und Gemeinden setzen zunehmend Unternehmen auf die Lösungen von Green City Solutions, um einen Beitrag zu lebenswerten Stadträumen zu leisten. Besonders großes Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen aktuell in der Fassadenbegrünung bzw. der Integration von Begrünungslösungen in bestehende Gebäude-Infrastrukturen.

Eine der größten Herausforderungen sieht Liang dabei nicht in der Technologie selbst, sondern in der Wahrnehmung des Problems. So ist Luftverschmutzung vor allem in unseren Regionen häufig unsichtbar.

Umso wichtiger ist es deshalb, die Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität und Klima stärker in den Fokus zu nehmen und darauf aufmerksam zu machen.  

In der Zukunft freut sich Liang besonders auf neue „Leuchtturmprojekte“ und das direkte Feedback der Nutzer*innen. Denn genau das zeigt, welchen Unterschied innovative Lösungen im Alltag machen können. Ein besonderes Herzensprojekt bleibt dabei für Green City Solutions die Expansion nach Asien. Erste Pilotprojekte in Hongkong haben bereits gezeigt, dass das Interesse an nachhaltigen Lösungen für die urbanen Räume groß ist. Gleichzeitig wurde jedoch deutlich, dass sich die Bedingungen vor Ort stark von denen in Europa unterscheiden. Klima, Luftfeuchtigkeit und Umweltfaktoren beeinflussen auch die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Moose. Gemeinsam mit Forschungs Partnern arbeitet Green City Solutions deshalb an der Weiterentwicklung seiner Technologie. Das langfristige Ziel ist hierbei, die leistungsfähigsten Moose zu finden und so anzuwenden, dass sie künftig auch in asiatischen Metropolen erfolgreich eingesetzt werden können.

Nach 13 Jahren Unternehmensgeschichte ist für Liang klar, dass nicht Technologien oder Geschäftsmodelle allein über den Erfolg entscheiden, sondern vor allem die Menschen. Vielleicht liegt genau darin eines der Erfolgsgeheimnisse von Green City Solutions: ein Geheimnis, das dem Unternehmen regelmäßig internationale Auszeichnungen einbringt und seinen Wachstumskurs weiter vorantreibt.

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