Rückblick: GründerAkademie – Prototyping Workshop

Von StephanPorsche am 8. Juli 2015

Am 28. Mai 2015 war es wieder einmal soweit: Die Türen des Makerspaces der SLUB öffneten sich, denn die GründerAkademie lud (zukünftige) Gründer und alle anderen Interessierten zum Workshop „Technisches Prototyping“ ein. In Kooperation mit EMEC Prototyping galt es herauszufinden, was es bedeutet einen Prototypen zu entwickeln und worauf es dabei ankommt. Wo fängt man an? Wie geht man vor? Welche Anforderungen sollte ein Prototyp erfüllen? Spielt das Design an diesem Punkt der Entwicklung bereits eine Rolle? Und was kostet das eigentlich und wie finanziert man es (ohne Eigenkapital)? All diese Fragen sollten im Verlauf des vierstündigen Workshops geklärt werden.

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Der Makerspace der SLUB bot dafür die passende Location. Der große, helle Raum in der Bereichsbibliothek DrePunct dient als offene Werkstatt für alle technik- und bastelaffinen. Neben zahlreichen Arbeitsplätzen stehen den Nutzern diverse moderne 3D-Drucker und ein Lasercutter zur Verwirklichung ihrer DIY-Projekte zur Verfügung – der ideale Ort also, um über technisches Prototyping zu sprechen.
Nachdem sich die vortragenden Parteien vorgestellt hatten, eröffnete Dr. René Beckert, Geschäftsführer der EMEC Prototyping GmbH, den Workshop, indem er auf die einzelnen Phasen der Produktentwicklung einging.

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Anschließend stellte Katrin Gräfe von der Sächsischen AufbauBank verschiedene Finanzierungsmodelle für Gründer vor. Die Finanzierungsmöglichkeiten reichten von Mikrodarlehen über Technologiestipendien bis hin zu konkreten Technologieförderungen, bei denen aber eins immer galt: Die Gründung muss in Sachsen erfolgen und das Produkt sollte einen möglichst innovativen Ansatz bieten.

Nach einer ersten kleinen Pause setze Matthias Harre (Koordinator IT der SLUB) den Workshop mit einem Rundgang durch den Makerspace fort. Er stand den Workshop-Teilnehmern dabei Rede und Antwort und ging auf die verschiedenen zur Verfügung stehenden 3D Druckverfahren ein. So konnten wir den 3D-Druck eines kleinen Gadgets in einem Makerbot live verfolgen und bekamen auch das fertige Produkt zu Gesicht.

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Im Anschluss führte Dipl.-Ing. Frank Drechsel den Workshop fort und ging auf ein oftmals unterschätztes Thema ein: Produktdesign. Wie wichtig Form und Farbe auch bei einem Prototypen sein können, wurde anschaulich anhand realer Beispiele gezeigt und machte deutlich, welche Auswirkungen selbst belanglos erscheinenden Designentscheidungen mit sich bringen können.

Zum Schluss wurde es doch noch praktisch, denn Herr Beckert zeigte anhand eines von EMEC weiterentwickelten elektronischen Skateboards, wie sich mit Hilfe eines Arduino-Boards einfache elektronische Steuerungen implementieren lassen. So können einfache Funktionen eines Prototypen auch ohne E-Technik Studium umgesetzt werden.

Obwohl damit der offizielle Teil des Workshops beendet war, wollten wir noch keinen Schlussstrich unter die Veranstaltung ziehen und luden daher alle Anwesenden dazu ein, den Abend gemeinsam mit uns in der Studentenkneipe Campus ausklingen zu lassen. Ebenso wie wir war auch das Campus von dem Andrang überwältigt und so musste zusätzlich zur reservierten Tafel eine zweite eröffnet werden. Der GründerGarten bedankt sich daher bei allen Workshop-Teilnehmern und für das geäußerte Feedback. Ebenso bedanken wir uns natürlich bei EMEC-Prototyping, der SLUB, der Sächsischen AufbauBank und allen weiteren Beteiligten für ihre Kooperation.

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