Der GründerGarten „on tour“ beim #gmgntKOMPASS 2015 in Frankfurt

Von Tobias K. am 21. Mai 2015

Der Gründermagnet, Dachverband der studentischen Gründungsinitiativen, hielt vom 1. bis 3. Mai 2015 seine diesjährige Vollversammlung, den „#gmgntKOMPASS“, ab. Erstmalig als eigenständiges Event veranstaltet, wurden von nahezu allen Initiativen aus dem deutschsprachigen Raum, die unter dem Dachverband organisiert sind, insgesamt ca. 70 Vertreter nach Frankfurt am Main entsandt. Der GründerGarten wurde dabei von vier Mitglieder vertreten.

Das Treffen, zu dem Marina Mazeina, Christian John, Christian Schulze und Tobias Körner fuhren, war als erstes großes und eigenständiges „Get together“ der studentischen Gründungsinitiativen geplant und sollte dem Gründermagnet eine Richtung für die kommende Zeit weisen. Neben entsprechenden Workshops zum Erfahrungsaustausch und Vorträgen externer Speaker stand deshalb auch die Neuwahl des Vorstands im Mittelpunkt des Wochenendes.

Nach der Anreise ins Hostel und einer auf das kommende Programm einstimmenden Keynote wurde der Veranstaltungsort erkundet: In mehrere Gruppen aufgeteilt konnten die Teilnehmer so sich und die Stadt Frankfurt (besser) kennenlernen. Nicht fehlen in der Reihe der Sehenswürdigkeiten durften die lokalen Spezialitäten „Ebbelwoi“ und „Grüne Sauce“ – und so ging es im Anschluss an die Stadtrallye in die Apfelweinwirtschaft Wagner, wo sodann die bestehenden oder neu geknüpften Kontakte vertieft wurden.

Den Auftakt für den zweiten Tag, an dem der „#gmgntKOMPASS“ zu Gast in der Goethe-Universität war, bildete ein Talk mit Tim Koschella, Co-Gründer von Hitfox aus Berlin, einem Company Builder mit den Schwerpunkten Ad- und FinTech. Tim stellte in seiner Präsentation drei Bausteine heraus, die den Erfolg eines Unternehmens ausmachen: Idee, Team und Funding. Anhand der Story von Hitfox, die sich vor allem durch einen frühen Pivot weg vom Game Distribution Startup hin zum Fokus auf Game Advertising charakterisiert, hat Tim seine drei Bausteine zum Erfolg anschaulich vorgestellt.

Initiativen stellen ihre Arbeit vor

Über den ganzen Tag verteilt gab es vier Vortragsreihen, in deren Rahmen einzelne Initiativen ihre Erfahrungen auf bestimmten Gebieten mit den anderen geteilt haben. Im Zentrum standen vor allem die verschiedenen „bottlenecks“ der Vereinsarbeit: Wie handhabe ich die Themen Sponsoring, Marketing und Speaker Management im Zuge der Planung eines großen Events (Accelerate@HHL), wie gestaltet sich die Zusammenarbeit von Initiative und Hochschule vor Ort (GründerGarten Dresden), wie können Nicht-BWLer für das Engagement in einer Gründungsinitiative oder gar einem Startup gewonnen werden (BLS Unternehmerinitiative und Heidelberger Ideen) und wie weckt man trotz allgemeiner Unentschlossenheit der „Generation Maybe“ das Interesse für die Initiative (Entrepreneuers Club der ZU).

Weiterhin stellten einige Vertreter konkrete Projekte oder Tools vor, mit denen sie zielgerichteter arbeiten können: Der Young Entrepreneurs Club aus St. Gallen erzählte seine Geschichte und berichtete vom Projekt „CoFoundMe“ gemeinsam mit dem ETH Entrepreneur Club aus Zürich, die Initiative START Erlangen-Nürnberg stellte das „STARTstipendium“ vor, mit dem junge Unternehmer unterstützt werden und das Gründerforum Bayreuth teilte seine Erfahrungen mit dem Projektmanagement-Tool „Asana“.

Weitere inspirierende Talks von Oliver Kanders (Head of Marketing & PR bei Hitfox) zum Thema Branding und von Michael Silberberger (Serial Entrepreneur und Co-Gründer der Gründerplattform firma.de), der anhand seiner zahlreichen Gründungen auf unterhaltsame Weise über Stolpersteine bei der Wahl vom richtigen Investor und vom richtigen Zeitpunkt einer Finanzierung sprach, boten die Gelegenheit weitere Insights in den Startup-Alltag zu bekommen. In den Pausen zwischen den einzelnen Slots wurde dann das eigene Netzwerk bei Lasagne und Kuchen weiter ausgebaut.

Der Gründermagnet stellt sich neu auf

Bevor der Tag und damit auch die Vollversammlung in der Event-Bar HORST ihren würdigen Ausklang fand, wurden die Vorstandsposten des Gründermagnets zur Wahl gestellt. Zur Entlastung und Unterstützung des Vorstands wurden weiterhin fünf Ressortleiter bestimmt. Christian John, Vorstandsvorsitzender des GründerGartens, wird dabei in Zukunft das Finanz-Ressort des Dachverbands übernehmen.

Mit dem neu zusammengesetzten Team kann der Gründermagnet seine Anziehungskraft in Zukunft noch verstärken und für die Belange der studentischen Gründungsinitiativen im deutschsprachigen Raum eintreten – als Rückgrat und Sprachrohr. Denn, so machten die Gespräche unter den Initiativen in Frankfurt deutlich, Studenten sind zunehmend für die Themen Gründung und Entrepreneurship zu begeistern. Es scheint ein generelles Umdenken unter Studenten und Absolventen stattzufinden: Nicht allein Banken und Beratungen bieten attraktive Einstiegsmöglichkeiten in das Berufsleben, sondern auch Startups zeigen, dass sie jungen Talenten spannende Chancen bieten können. Hier muss der Gründermagnet mit seiner Arbeit ansetzen und seine Mitglieder unterstützen.

Voller Tatendrang zu neuen Aufgaben

Dass die Mitglieder der einzelnen Gründungsinitiativen nicht allein zum Spaß nach Frankfurt gekommen waren, zeigte sich sowohl an den regen Diskussionen während der Vorträge als auch in den Gesprächen um die Zukunft des Dachverbands. Seit der Gründung im Jahr 2012 hat der Gründermagnet seine Einflussmöglichkeiten innerhalb der Startupszene nicht voll genutzt – das soll sich fortan ändern. Wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche Arbeit des Dachverbands ist aber auch die Kommunikation der einzelnen Mitglieder untereinander – hier besteht Verbesserungspotenzial. Gerade neue Initiativen können vom Erfahrungsschatz der etablierten Vereine in ihrem Cluster profitieren. Nach dem „#gmgntKOMPASS“ dürfte aber klar sein, dass genau das in Zukunft passiert.

Das Fazit dieses intensiven Wochenendes: Der Gründermagnet hat seine Anziehungskraft bewiesen und wird in Zukunft seiner Rolle als Dachverband noch gerechter werden. Doch auch das ist klar: Der Gründermagnet kann nur dann eine größere Bedeutung innerhalb der Hochschul- und Startupszene spielen, wenn die einzelnen Initiativen den Dachverband und seine Arbeit unterstützen. Wie das aussehen kann, haben die Organisatoren des „#gmgntKOMPASS“, allen voran Amelie Wolfgart, eindrücklich gezeigt.

Gründermagnet 2015 Gruppenfoto

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